"Slalom fahren" mit der Rauschbrille

„Slalom fahren“ mit der Rauschbrille

 

Rauschbrille 1Zigaretten, Alkohol und Drogen – drei Suchtformen, die auch bereits auf Kinder und Jugendliche einen großen Reiz ausüben können. Welche schlimmen Folgen der Konsum dieser Suchtmittel haben kann, ist vielen oftmals nicht bewusst.

Daher bot die Mittelschule Dillingen in Zusammenarbeit mit den beiden Polizisten Herrn Robert Drexler und Herrn Gerhard Hartmann den Schülerinnen und Schülern der 8. Klassen die Möglichkeit, sich intensiv mit dem Thema Sucht zu befassen, und zu erfahren, dass gerade auch ohne Zigaretten, Alkohol und Drogen das Leben gut gelingen kann.

Zuerst wurden dabei mit den Schülerinnen und Schülern in einer offenen Gesprächsrunde viele verschiedene Formen der Sucht erarbeitet. Es wurde den Jugendlichen klar, dass nicht nur Zigaretten, Alkohol und Drogen zu den Süchten zählen, sondern auch der übermäßige Konsum von Handy und Computer, die Einnahme von Schlankheitspillen und anderen Medikamenten, das unkontrollierte Naschen von Süßigkeiten und alle möglichen Formen des Glücksspiels. Nach diesen grundlegenden Informationen hatten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, über ihr eigenes Verhalten in Bezug auf Suchtmittel nachzudenken. Auch die gesetzlichen Bestimmungen zum Rauchen, zu Alkohol und Gaststättenbesuchen wurden konkret angesprochen. Zum genauen Nachlesen der einzelnen Regeln bekam jede Klasse eine „Jugendschutz – Uhr“ ausgehändigt.

 

Anschließend konnten die Jugendlichen selbst erfahren, mit welchen Schwierigkeiten ein Betrunkener im Straßenverkehr zu kämpfen hat.

Rauschbrille 2

Dafür standen vier Rauschbrillen zur Auswahl, die einen Trunkenheitsgrad von 0,8 bis 1,5 Promille simulierten. Die „rauschbebrillten“ Schülerinnen und Schüler sollten nun mehrere, im Grunde einfache Aufgaben durchführen: einen Schlüssel vom Boden aufheben, auf einem Kettcar Platz nehmen und einen Slalomparcours befahren. Diese Aufgaben erwiesen sich aber als sehr schwierig, weil durch die Rauschbrillen alles verschwommen erschien, oftmals drei Bilder auf einmal zu sehen waren, die Gegenstände zu schaukeln begannen und man kein Gefühl mehr hatte, wo man sich genau befand. So wurde den Jugendlichen schnell bewusst, in welch bedauernswertem und zugleich gefährlichem Zustand sich ein Betrunkener befindet.

Es bleibt zu hoffen, dass sich diese Erkenntnis auch auf das eigene Handeln auswirkt und keiner der Jugendlichen nach dem Genuss von Alkohol jemals am Straßenverkehr teilnimmt.