Zeitzeuge im Geschichtsunterricht

GESCHICHTE HAUTNAH ERLEBEN

 

Josef Zoller als Zeitzeuge in der Klasse 8c

Zeitzeuge im Geschichtsunterricht

 

Im Rahmen des Geschichtsunterrichts (GSE) befassten sich die Schüler angeleitet durch ihre Klassenlehrerin Daniana Springer Peixoto mit der Geschichte der Weimarer Republik und der NS-Diktatur. Die Schüler erfuhren, wie eine anfangs erfolgreiche demokratische Ordnung ins Wanken geraten und auf scheinbar legale Weise zerstört werden konnte.

Ebenso war Thema, wie es möglich war, dass die NS-Diktatur eine breite Zustimmung in der Bevölkerung erfuhr.

Sie versetzten sich in die Lage von Menschen, die von den Nationalsozialisten diskriminiert und verfolgt wurden. Die Schüler würdigten die Zivilcourage von Menschen, die sich der Diktatur verweigert oder aktiven Widerstand geleistet haben. Mit Betroffenheit erfuhren
die Schüler, dass sich der Zweite Weltkrieg vom Hegemonialkrieg zum rassenideologischen Vernichtungskrieg wandelte, der unbeschreibliches Leid hervorgerufen hat.

Auf Initiative von Philipp Händle wurde sein Opa, Josef Zoller, in die Klasse 8c eingeladen,
der sehr authentisch und eindrucksvoll von seinen Kriegs- und Nachkriegsjahren in Dillingen erzählte. Zunächst als Fähnleinführer des deutschen Jungvolkes und später als „shoe-shine-boy" (Schuhputzer) bei den amerikanischen Besatzern, stand er den sehr interessierten Schülern Rede und Antwort und ließ die gesamte Klasse mit Lehrkraft an einem bewegten Leben voller göttlicher Bewahrung teilhaben.