Kobold Tax und Dilli-Fee

KOBOLD TAX UND DILLIFEE

 

Dillfee und Kobold Tax Dillfee und Kobold Tax2 Dillfee und Kobold Tax3

 

Ein Märchen-Projekt der Klasse 5c

 

Es war ein warmer, sonniger Herbsttag. Tim, Nick und Emma liefen durch den Park nach Hause. Kobold Tax saß auf dem höchsten Baum, ließ die Beine baumeln und gähnte. Dem frechen Kobold war schrecklich langweilig, er hatte schon lange niemanden mehr geärgert. Doch als er die drei Kinder unter seinem Baum sah, hatte er eine Idee. Er rüttelte an den Zweigen, dass die bunten Blätter nur so herunter rieselten. Dabei kicherte er übermütig, hüpfte von Ast zu Ast und murmelte seltsame Zauberworte.

Die Kinder wunderten sich über den plötzlichen Blätterregen und waren bald in einem riesigen Laubhaufen versteckt. Als sie sich freigeschaufelt hatten, schauten sie sich entsetzt an. „Wie seht ihr denn aus?", lachte Tim. „Und du erst! Mit dem ganzen Laub auf dem Kopf und deinen dünnen Beinchen!", erwiderte Nick. Die kleine Dillifee, die auch in dem Park wohnte, hatte alles beobachtet und schüttelte den Kopf:
„Dieser Kobold ist wirklich unmöglich. Nur Unsinn im Kopf! Die armen Kinder in Laubwesen
zu verzaubern! Ich muss sie im Auge behalten."

Im selben Moment trug auch schon ein Windstoß die Blätterkinder davon. Sie wirbelten durch die Luft und plötzlich saßen sie auf einem Baum. Riesige, kreisrunde Augen starrten sie erstaunt an. Eine schlafende Eule war aufgewacht und saß ihnen gegenüber.

„Was ist denn das? Wer stört meinen Schlaf? Was wollt ihr hier?", krächzte sie und machte ihre großen Augen auf und zu. Die Kinder erschraken so, dass sie vom Baum purzelten.

„Kommt mit, wir verstecken uns im Gebüsch!", rief Nick. Doch dort war der Igel gerade dabei, sich sein Winterquartier einzurichten. Die trockenen Blätter konnte er gut gebrauchen und schob sie deshalb mit seiner kleinen Schnauze vor sich her. „Aua, das tut weh, du hast mich gestochen!", schimpfte Emma und wehrte sich. Was seid ihr denn für komische
Vögel?", sagte der Igel ganz verblüfft und ließ die Blätter fallen. „Eigentlich sind wir Menschen", meinte Tim.

Ein bedrohliches, tiefes Jaulen und Brummen kam immer näher. „Bringt euch mal lieber in
Sicherheit", meinte der Igel. „Das ist der Blätterfresser. Ein gewaltiges, gefräßiges Monster! Er saugt euch in sein riesiges Maul oder er jagt euch durch die Luft, je nachdem wie er gerade aufgelegt ist. Ich mach mich jedenfalls aus dem Staub. Will ihm lieber nicht begegnen!" Trippel, trippel, schon war er verschwunden.

Der Laubsauger kam immer näher. Die Kinder waren starr vor Schreck und konnten
sich nicht von der Stelle bewegen.

„Jetzt reicht es aber!", dachte Dillifee, die alles beobachtet hatte. „Tax, Tax, komm sofort hierher und schau dir an, was du angerichtet hast!" Die Fee war zwar klein und zierlich,
aber wenn sie wütend war, dann konnte sie ziemlich laut werden. Der Kobold saß auf seinem Baum und hielt sich immer noch den Bauch vor Lachen. Aber ganz wollte er es sich mit Dillifee doch nicht verderben. Sie waren eigentlich gute Freunde. Schnell murmelte er seinen
Zauberspruch und verwandelte die Kinder wieder zurück. Die drei Freunde stolperten aus dem Laubhaufen heraus und schüttelten sich die Blätter von den Kleidern und aus den Haaren. Aber Tax konnte sich noch lange nicht beruhigen.
Er schlug Purzelbäume, trommelte auf seinem Bauch herum und kicherte: „Blätterfresser, Laubmonster, Monsterblätter, Laubfresser!" So einen lustigen Tag hatte er lange nicht gehabt. „Na warte, nächstes Mal bist du dran", dachte Dillifee und flog lächelnd davon.

Dillfee und Kobold Tax4 Dillfee und Kobold Tax5

 

Dieses Märchen hat sich die Klasse 5c gemeinsam ausgedacht.
(Beitrag zum Märchen-Projekt der DZ im Dezember)